RÜCKBLICK: MOBILITÄTSFORUM 12

pfeil.JPG „Zu Fuß Gehen“ war das Thema des zwölften Mobilitätsforums am 28.10.2019 zu dem das Projekt MOBILE ZUKUNFT circa 20 interessierte Besucherinnen und Besucher im Projektbüro am Berliner Platz 1 begrüßen durfte.

Zu Beginn berichtete Birgit Plieth-Hörnschemeyer, Schulleiterin im Osnabrücker Stadtteil Voxtrup, über den Walking Bus für Schulkinder, der an ihrer Schule schon seit 12 Jahren existiert. Der Walking Bus funktioniert wie ein normaler Bus – nur, dass die Kinder von festgelegten Haltestellen aus gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen. Begleitet werden sie dabei von Eltern oder Senioren. Einige Kinder sind so bis zu 40 Minuten unterwegs. Der positiv Nebeneffekt, wie Plieth-Hörnschemeyer erläuterte: „Die Kinder tauschen ihren Klatsch und Tratsch auf dem Weg zur Schule aus und kommen dort entspannt an.“ So seien sie in der ersten Stunde schon konzentriert. Das Konzept wird mittlerweile schon aus Nordrhein-Westfalen angefragt.

pfeil.JPG SLOW WALK

Für den Weg vom Cinema Arthouse bis zum Projektbüro hatte eine Gruppe von sechs Personen 1,5 Stunden benötigt. Etwa 12 bis 15 Sekunden dauerte somit ein Schritt. Der von der Osnabrücker Künstlerin Manila Bartnik initiierte Slow Walk habe zu einer großen Entspannung geführt, berichtete eine Teilnehmerin. „Es war eine Art Meditation.“ Sie habe zunächst den lauten Verkehr gehört, die Abgase gerochen und Magenkrämpfe bekommen. Nachdem sie sich aber auf den langsamen Gang konzentriert habe, seien diese negativen Begleiterscheinungen verschwunden.

pfeil.JPG DAS LEBEN IST EIN LANGER FUßMARSCH

Zum Abschluss betrachteten die Schauspielerin Regine Neumann und die Pianistin Doro Schieferecke das Gehen auf eine literarisch-philosophische und musikalische Weise. Neumann zitierte aus dem Buch „Gehen. Weiter gehen“ und Sätze wie „Das Leben ist ein langer Fußmarsch“ von Erling Kagge kamen zum Vortrag. Als Schieferecke das Stück „4.33“ von John Cage spielte, bei dem vier Minuten und 33 Sekunden lang Stille herrscht, wurde den Besucherinnen und Besuchern im Projektbüro am Berliner Platz der Verkehr wieder deutlich ins Bewusstsein getrieben. Durch die Fensterscheiben drang der örtliche Verkehrslärm.

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