WAS TREIBT UNS AN?

pfeil.JPG „Warum mache ich eigentlich das, was ich mache? Was ist der Grund für mein Handeln? Was treibt mich an?“ – Fragen, die auch Sie sich bestimmt schon gestellt haben. Das niederländisch-deutsche Künstlerinnenduo Margit Rusert und Christel Burghoorn hat diese Fragen für sich beantwortet. Eine der Antworten auf diese Frage möchten sie am kommenden Sonntag, 15. September, in der Osnabrücker Weststadt vorstellen: Die zum Thema „Kunst“ in der Bushaltestelle „Heinrich-Lübke-Platz“ (stadteinwärts).

Diese liegt gleich gegenüber der Ateliergemeinschaft Atelier-m82, in der die Osnabrücker Künstlerin Rusert ihre Kunst schafft. Die ausgewählte Haltestelle wird dafür kurzzeitig zu einer kleinen Galerie: Skulpturen, die wartenden Fahrgästen gleich an der Haltestelle stehen, werden neben Arbeiten auf Papier und Glasbildern ausgestellt. „Meine Kollegin ist auch Glaskünstlerin“, sagt Margit Rusert. Lichtdurchlässig gefertigt können diese Werke an den Wänden des Wartehäuschens der Bushaltestelle sogar leuchten. Damit würde die Installation Ruserts Intention eines „Flashlights“ entsprechen, das die Künstlerinnen an diesem Ort erzeugen möchten. Natürlich soll die Installation Freude bringen und niemanden vom Verkehr ablenken. „Wir haben extra einen Sonntag gewählt, weil es da ruhiger ist“, erklärt Rusert. 

Diese Aktion in Osnabrück ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe weiterer Installationen an Haltestellen zwischen der niedersächsischen Friedensstadt und dem niederländischen Enschede, wo Ruserts Kollegin Burghoorn wohnt und arbeitet. Unter anderem nahe des Grenzübergangs in De Lutte auf niederländischer Seite oder in Hörstel im Tecklenburger Land sollen ebenfalls Bushaltestellen bespielt werden. Ihr Vorhaben unter dem Namen „Was treibt uns an?“ gehört zum sogenannten taNDem-Projekt der EUREGIO, bei dem in diesem Jahr insgesamt 15 niederländisch-deutsche Duos künstlerisch zum Thema Energie tätig werden.

Ruserts und Burghoorns Beitrag wird aber nicht nur aus diesen Installationen bestehen. Auf Basis ihrer eigenen Antworten auf die Frage: „Was treibt mich an?“ sollen Vor-Ort-Gespräche mit den Nutzerinnen und Nutzern der jeweiligen Haltestelle entstehen, deren Ergebnisse zusammen mit Fotos der Anlage später präsentiert werden sollen – nach der Hoffnung der Künstlerinnen in Form einer Wanderausstellung. Das ist aber noch nicht abschließend geklärt. Auf jeden Fall möchten die beiden Frauen den Buspassagierinnen und -passagieren das Warten auf den Bus mit ihren Werken angenehmer gestalten. Die kleinen Haltestellengalerien werden zwar bei weitem nicht die Größe und Bedeutung der Metrostationen in Stockholm oder einiger Bushaltestellen in Hannover (Projekt BUSSTOP) erreichen. Aber ein bisschen in die Richtung soll es schon gehen, wünscht sich Rusert.

Das Projekt MOBILE ZUKUNFT freut sich über den glücklichen Zufall, dass die Aktion genau am Sonntag vor Beginn der Europäischen Mobilitätswoche 2019 stattfindet und ebenfalls den Fokus auf den Fußverkehr legt. Dieser ist übergreifendes Thema aller Aktionen vom 16. bis 22. September (hier Link zu anderem Artikel einfügen). Wir würden uns freuen, wenn Sie, liebe Lesenden, den Künstlerinnen am Wochenende einen Besuch abstatten und wünschen Ihnen und natürlich den Künstlerinnen einen schönen und begegnungsreichen Sonntag.

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