CITYLOGISTIK: FELDVERSUCH STARTET

pfeil.JPGLetzte Meile mit Grips: Intelligente Citylogistik-Konzepte sollen die Osnabrücker Innenstadt lebenswerter machen. Der Paketzusteller UPS Deutschland und die Bremer RYTLE GmbH starten jetzt einen Feldversuch zur Optimierung der sogenannten „Letzten Meile“. Dabei werden die Pakete auf spezielle E-Lastenfahrräder mit Transportfunktion umgeschlagen und an die Empfänger geliefert.

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Starten gemeinsam einen Citylogistik-Feldversuch für die „Letzte Meile“: Vertreter von Stadt, Stadtwerken, OPG, UPS und RYTLE.

 „Unser ‚MovR‘ ist natürlich ein ganz besonderer und auffälliger Blickfang“, sagte Rainer Kiehl, UPS-Projektmanager Citylogistik, beim offiziellen Start des Feldversuches. Beim „MovR“ handelt es sich um ein spezielles, für die sogenannte „Letzte Meile“ entwickeltes Cargo-Bike auf drei Rädern und mit E-Unterstützung. „Anstatt für die Paketzustellung mit einem LKW von Tür zu Tür zu fahren und so die Innenstadt zu belasten, setzen wir in der City – das bedeutet innerhalb des Wallrings – dieses E-Lastenfahrrad ein.“ Das Besondere an dem E-Cargo-Bike ist die abnehmbare Box mit einem Fassungsvermögen von knapp zwei Kubikmetern. „Das erleichtert den gesamten Vorgang des Warenumschlags“, ergänzt Dr. Alexander Preuschoff von der RYTLE GmbH, die den „MovR“ entwickelt hat und ihn in mittlerweile 25 Städten, darunter New York, einsetzt.

pfeil.JPG Umschlag am temporären City-Hub

Ein UPS-Transporter bringt die Pakete zu einem temporären City-Hub an der OPG-Vitihof-Garage am Gerberhof. Dort werden die Pakete in die Box des „MovR“ umgeschlagen. „Zu Beginn des Feldversuchs noch per Hand“, erklärte UPS-Center-Manager Nektarios Kornilakis. Perspektivisch kann die Box bereits im UPS-Depot in Wallenhorst kommissioniert werden und dann am City-Hub getauscht werden. Mit voller Box machen sich die Zusteller dann auf dem „MovR“ auf die „Letzte Meile“. Dabei kann das maximale Gesamtgewicht des Cargo-Bikes mit voller Box bis zu 350 Kilogramm betragen. „Zur Unterstützung beim Anfahren ist in den Hinterradnaben daher ein E-Motor verbaut“, erläuterte RYTLE-Fachmann Dr. Alexander Preuschoff.

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Am temporären City-Hub an der Vitihof-Garage werden die Pakete vom UPS-Transporter auf das E-Cargo-Bike „MovR“ umgeschlagen.

pfeil.JPG Erste Praxistests in Metropolen

Die ersten Feldversuche hat UPS bereits in Großstädten wie Hamburg und München durchgeführt. „Die Praxistests haben gezeigt, dass wir täglich mehrere dieselbetriebene Zustellfahrzeuge einsparen können“, betonte UPS-Projektmanager Kiehl. „Jetzt wollen wir in kleinere Großstädte gehen, dort ‚live‘ testen und weitere Erfahrungen sammeln – und sind der Stadt und der OPG sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung.“ Stadtbaurat Frank Otte zeigte sich sehr angetan von dem auf eine Laufzeit von ca. sechs Wochen ausgelegten Feldversuch in Osnabrück. „Dieser Baustein eines gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes passt sehr gut zu unseren Überlegungen, nachhaltige Mobilitätskonzepte in und für Osnabrück zu entwickeln und zu fördern“, so Otte. Für die Umsetzung eines solchen gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes sei ein Zusammenspiel der Akteure Handel und Gastronomie, Logistikbranche sowie Stadt unerlässlich. „Genau diesen Ansatz verfolgen wir in unserem gemeinsamen Projekt „Mobile Zukunft‘“.

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UPS-Zusteller Maik Pohl (r.) nimmt die Pakete entgegen.

pfeil.JPG Schnittstelle zu www.osnabrück24.de

Der Kontakt zu UPS und RYTLE war über das gemeinsame „Mobile Zukunft“-Projektbüro von Stadt und Stadtwerken entstanden. „Hinter dem Begriff Citylogistik steht der Ansatz, den Warenverkehr für die Innenstadt und von der Innenstadt zum Kunden nachhaltig zu optimieren“, erläuterte Dr. Stephan Rolfes. Der Stadtwerke-Mobilitätsvorstand sieht daher große Schnittstellen zu dem bereits angelaufenen Citylogistik-Netzwerk www.osnabrück24.de des Osnabrücker Handels. Mehrere Osnabrücker Einzelhändler haben sich hier zusammengeschlossen, um ihre Warenströme und ihren Lieferservice zu bündeln. „Beide Initiativen halten unnötige Lieferverkehre und Transporte aus der Innenstadt heraus und machen Osnabrück noch lebenswerter“, so Dr. Rolfes. „Einmal mehr zeigt sich: partnerschaftlich und gemeinsam erreichen wir mehr.“

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